ALTES

Auf dieser Seite finden Sie alles was den Anhänger
alter Audio- Schätzchen interessieren dürfte.
Wichtiges und Unwichtiges, Möglichkeiten
Geld auszugeben oder einzusparen.

Entscheiden Sie selbst !


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Tonbänder:

Endlich ist sie da, die neue, alte Bandmaschine. Nach der ersten freudigen Erregung kommt dann die Frage nach dem Verbrauchsmaterial, den Tonbändern.  Was darf ein Band kosten? Wie gut ist 30 Jahre altes Material ? Fragen über Fragen. Grundsätzlich sei gesagt: Bänder sollten keinen Abrieb erzeugen, nicht schmieren oder kleben und bei 3 motorigen Maschinen (wegen erhöhtem Bandzug) eine Rückseitenbeschichtung haben. Natürlich können Sie auch Bänder ohne Rückseitenbeschichtung auf 3 Motorern benutzen. Funktioniert bei den meisten Maschinen recht gut. Einfach probieren !

Bekannt für Super Qualität und Langlebigkeit:
Bänder der Communicator und UD-XL Serien von MAXELL
Die LX und Audua Serien von TDK
Original BASF bzw. EMTEC STUDIO MASTER 911 
BASF bzw.EMTEC PER 528 Studio Rohwickel (weiße Rückseitenbeschichtung)

Es gibt sicherlich noch viele andere Marken mit langzeitstabilem Bandmaterial. Die aufgeführten Bandsorten verwende ich seit Jahren und bin von der Qualität absolut überzeugt. Leider gibt es auch Material bekannter Marken mit unakzeptablen Ergebnissen. Natürlich ist auch immer die Lagerung der Bänder entscheidend, aber nicht immer Schuld am desaströsen Zustand. Kauft man so etwas gebraucht bleibt einem nur noch die Tonne…….. und eine Leerspule für künftiges Material.
Vergessen sollte man auch nicht, das die Bandmaschinen unter schlechtem Bandmaterial ebenfalls leiden. Mit Bandstaub zugebackene Köpfe und Bandführungen. Ferner kann der Kopfverschleiß durch schlechtes Bandmaterial negativ beeinflusst werden. Lösen sich Bestandteile der Rückseitenbeschichtung oder gar der Magnetbeschichtung krümelt das in oder vor die Maschine. Durch den höheren Bandzug fallen solche Probleme sofort auf. Braune Krümel sind ein schlechtes Zeichen.

Noch ein Tipp: Auf die oben erwähnten Bandsorten reagieren (alle von mir) verwendeten Maschinen mit unveränderten Werkseinstellungen positiv. Mit diesen „Universal Einstellungen“ funktionieren MAXELL, TDK und EMTEC Bänder wunderbar. Natürlich kann man die Maschinen, sofern man einen Fachmann am Start hat, auch auf eine spezielle Bandsorte einmessen lassen. Dann bekommt man messtechnisch optimale Ergebnisse. Andererseits legt man sich natürlich auf eine Bandsorte fest. Ich habe einige ORWO Studiobänder ersteigert die nicht mit den Standardeinstellungen klar kamen. Die Aufnahmen waren dumpf und ohne Dynamik.  Hier sind die TEAC Maschinen mit EQ und BIAS Anpassung klar im Vorteil. Allerdings funktionierte das auch nur bei 19cm/s. Hat man die passende Bandsorte gefunden, sollte man auch nicht mehr wechseln.

TIPP: „Neue Bänder“ vor der ersten Benutzung einmal umspulen und auf Abrieb und Schmierreste an der Bandführung achten.

Bänder mit Altersproblemen: (unabhängig von der Lagerung)
SONY FeCr Ferri Chrome 36µ (Rote Verpackung)
TDK GX Serie

Bei beiden Bandtypen löst sich die Rückseitenbeschichtung. Die Spielseite hat starken Abrieb.

Bisher habe ich meine Bänder (meistens MAXELL oder TDK, auch einige AGFA) über ein Internet Auktionshaus gekauft, sofern der Preis im angemessenen Rahmen war. Und mit angemessen meine ich maximal 15 Euro (was DM 30,00 entspräche) für ein 26er Band auf Metallspule (damaliger Neupreis zwischen DM 49,00 und DM 65,00), und das nach all den Jahren der Lagerung, auch wenn noch Original verpackt. Denn es finden chemische Prozesse statt, die das Band nicht unbedingt besser machen. Und diese 15 Euro gäbe es auch nur für oben erwähntes Markenmaterial. Für Aluspulen (ohne Band) wären 15 Euro ebenfalls die Grenze, auch wenn es „seltene“ oder „rare“ Markenspulen von PIONEER, DOKODER oder gar AKAI sind. Dafür mehr zahlen…..muss jeder selber wissen. Wertvoller sind die Spulen deshalb nicht. Und man kann jede Spule mit einem Logo seiner Wahl bekleben. Gibt’s auch im Netz zu kaufen.

Ähnliche Preisvergleiche lohnen sich auch für Spulenkartons und Schuber, von denen manche teurer angeboten werden als der spätere Inhalt.
Aber, die Gedanken sind frei. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden was ihm sein Hobby wert ist.

Je „seltener“ desto teurer. Aber alles was angeboten wird, und das sollte man immer im Auge behalten ist Massenware. Auch wenn es im Netz nicht sehr oft auftaucht. Bezahlt man viel Geld und das Bandmaterial ist Schrott kann man nichts umtauschen. Also Bandmaterial und Spulen immer getrennt betrachten. Es ist ja nicht immer gesagt das die Marke die auf der Spule steht auch tatsächlich das Band dieses Herstellers enthält. Oft reicht ein Blick auf das Vorspannband . MAXELL & TDK als Beispiel haben ein unverwechselbares Design.

Jetzt habe ich zum ersten Mal neues Bandmaterial gekauft, frisch vom Hersteller. Vom Sound gut aber leider setzen sich nach einem Durchgang die Köpfe zu, will heißen das Band schmiert. Beide Bänder haben das gleiche Problem. Ich habe heute noch mal das vom Vortag aufgenommene abgehört. In mehreren Durchgängen musste ich die Köpfe reinigen, mal war die Verschmutzung so hartnäckig, dass ich die Maschine abbauen und hinlegen musste, um den Schmier an den Köpfen und der Bandführung zu entfernen. Das überzeugt nicht wirklich. So wie es aussieht, verschmutzt das Band die Köpfe am äußeren Rand, dadurch kommt es zu Band-Kopf Kontaktproblemen, die dann in dumpfer oder zu leiser Wiedergabe resultieren. Diese Probleme kannte ich eigentlich schon lange nicht mehr.
Das hat dann doch etwas enttäuscht.. Es bleibt also erst einmal bei diesen beiden neu gekauften Exemplaren. Selbst meine alten AGFA Bänder, die ja nun nicht gerade schmierfrei sind, verschmutzen die Köpfe nicht. Da sind es eher die Bandführung und die Andruckrolle. Also bleiben nach wie vor die alten Schätzchen von MAXELL und TDK im Rennen. Das ich nicht der Einzige mit diesen Problemen bin konnte ich nicht nur durch meinen Lieferanten erfahren. Auch in einigen Internetforen ist diese Bandsorte mit den gleichen Problemen im Gespräch. Die Bänder gehen zurück und ich werde eine andere Sorte, die allerdings etwas teurer ist ausprobieren. Die  Empfehlung des Händlers das Band im Schnelldurchlauf durch einen weichen Lappen zu führen um so den Bandstaub der noch auf den Bändern verblieben ist zu entfernen habe ich ignoriert. Die 1950er Jahre sind vorbei. Da war schmierendes Band ein Thema. Aber heute ? Ich dachte immer, das wir die Zeiten des Experimentierens hinter uns gelassen haben. Wer sich mit Tonbändern auskennt weiß, das dieser Reinigungsvorgang keine wirkliche Abhilfe schafft. Was einmal schmiert, schmiert immer.

Bandmaterial, neueste Produktion.

Laufzeit der Bänder nicht mal 90 Minuten.

Zu dreckig für so einen kurzen Durchgang.

Der Dreck der Capstanwelle und der Bandführungen (ReVox B 77)

Inzwischen hatte ich ausgiebig Gelegenheit das als Alternative ausgewählte Band SM 911 zu testen. Keine Probleme, kein Schmier zu beginn der Versuche. Leider sehr teuer. Alles in allem schien es empfehlenswert. Ich werde aber, allein schon wegen des Preises, weiter auf Maxell und TDK Bändern aus vergangenen Tagen setzen. Aktuelles Bandmaterial in größeren Mengen reißt doch ein zu großes Loch in die Tasche. Auch 26er Leerspulen aktueller Produktion aus Alu sollte man tunlichst meiden. Mit 35 Euro unverhältnismäßig teuer. Lieber gebrauchte Leerspulen kaufen.

Leider nicht das Maß der Dinge. Das Band landete nach diesen Versuchen in der Tonne. Technik wie aus den 50ern.

Nachdem ich zu Beginn vom SM 911 Nachfolger ziemlich begeistert war, hat sich nach einiger Zeit Ernüchterung eingestellt.
Was Sie da sehen, ist das SM 911 nach einigen Monaten Lagerzeit. Mich wunderte der ständig dumpfe rechte Kanal.  Da ich das Band (ich habe nur dieses eine SM 911) nur wenige Male benutzt habe (max. 4 mal) wunderte mich das schon sehr. Also habe ich das Band durch einen Lappen laufen lassen, wie mir das schon bei den LPR 35 empfohlen wurde. Das Ergebnis ist erschreckend, besonders wenn man den hohen Preis für diese Bandsorte bedenkt. € 47 sind für ein paar Monate Gebrauch nicht gerade günstig. Meine Maxell Bänder sind teilweise über 30 Jahre alt und haben immer noch keinen Abrieb. Ich verwende, außer meinen Maxell und TDK Altbeständen nur noch PER 528 Studiobänder von EMTEC.

Sei noch nachzutragen das das SM911 von EMTEC (Original) diese Probleme nicht hat.
Inzwischen ist viel Zeit ins Land gegangen und ich mache mir so meine Gedanken über die Preisgestaltung einiger Anbieter und Verkäufer bei Internetauktionen. Alle Preise, ob für Bänder oder Spulen, Gerätschaften und Zubehör sind abgefahren und ohne jedes Maß. Gut, das ich kein Bandmaterial mehr brauche!

Das führt mich zum nächsten Thema:



ALT und TEUER bei Internetauktionen!

Man könnte glauben, dass viele Anbieter alter HiFi Geräte die Oldtimer Sendungen im TV sehen. Sehr alte Autos werden nun mal doch „etwas“ höher bewertet als alte Hifi Geräte. Beispiele aus einer ZDF Serie zeigen, dass durchaus hochwertige Geräte keine besonders hohen Preise erzielen können. Und wurden so von ihren Besitzern (enttäuscht) wieder mitgenommen.
Der Markt für dieses Equipment ist sehr begrenzt und die teilweise horrenden Preise werden weder von Sammlern noch von Nostalgikern gezahlt. Wer etwas ganz bestimmtes sucht, weiß um den Wert und um den Preis. So manchem Anbieter ist wahrscheinlich gar nicht klar, was er da verkaufen will. Nur mal kurz auf andere Auktionen schielen und den Preis bestimmen ist eine schlechte Idee. Geräte in fragwürdigem Zustand mit unberechenbaren Folgekosten sind dann nicht ausgeschlossen. Viele Anbieter „kennen sich auch gar nicht aus, Funktion unbekannt, nicht getestet, keine Ahnung…etc. „, was der nach oben offenen Preisgestaltung keinen Abbruch tut. Etwas für viel Geld kaufen, dessen Zustand man nur aus den Aussagen des Verkäufers kennt (der sich wie gesagt ja nicht auskennt) birgt ein hohes Risiko. Ich habe den Eindruck, dass so manchem Anbieter der Weg zum Sperrmüll zu weit gewesen wäre und das Teil so in der Online-Auktion landete. Selbst entstauben ist anscheinend eine zu große Investition.
Ein toller Satz, den ich immer wieder bei Online Versteigerungen lese: Das Gerät ist in einem guten Zustand….aber kaputt!

Alles muss raus!

Ein ganz großes Mysterium für mich ist der Austausch aktiver und intakter Elektronikbauteile in Bandmaschinen und Cassettendecks. Da werden sogar Transistoren ausgetauscht…..gegen neuere und „angeblich“ bessere. Dazu sollte man eines beachten: Die Schaltungen in den Geräten sind für die verbauten Transistoren entwickelt und ausgelegt. Auch ein neuer Transistor wird nichts an den technischen Daten ändern, jedenfalls nicht unbedingt zum positiven. Der Tausch solcher Komponenten ist einfach totaler Unsinn. Auch wird hier keine Lebensdauer verlängert. Ein 30 Jahre altes Gerät wird auch durch den Austausch 30 Jahre alter Halbleiter nicht jünger !

Wenn ein Transistor stirbt, stirbt er, ob nun aus neuer oder alter Produktion. Auch weniger Rauschen ist nicht unbedingt ein Argument. Meistens rauscht die Umgebung mehr, als der getauschte Halbleiter. Vorsicht ist auch geboten wenn „Tonköpfe justiert“ wurden. Das ist normalerweise auch nach 30 Jahren nicht notwendig. Man sollte auf die werksseitigen Lacksicherungen achten. Zur Justage solcher Bauteile sind Messbänder und Messgeräte erforderlich – und natürlich ein gewisses Maß an Erfahrung. Nach Gehör sollte da nichts justiert werden. Mich überkommt immer ein flaues Gefühl wenn ich Beschreibungen lese wie:“ Neu eingemessen, Köpfe justiert, Gerät komplett gewartet.“ Wenn das mit Rechnungen einer Fachwerkstatt belegt werden kann OK. Sonst ist Skepsis geboten, es sei denn der Verkäufer ist vom Fach.

Vermutlich möchte man durch solche Maßnahmen dem unwissenden potenziellen Kunden vorgaukeln, dass die Kiste noch weitere 20 Jahre ohne Probleme laufen wird. Aber wie das so mit Vorhersagen ist…manchmal treffen sie nicht zu. Die größten Probleme bei alten HiFi Schätzchen werden durch andere Bauelemente verursacht. Als da wären: Relais, Potentiometer, Schalter, seltener durch Kondensatoren (Niedervolt) oder Transistoren und Widerstände. Das sind Erfahrungswerte aus vielen Restaurationen und Instandhaltungen. Die Geräte sind alt und haben ihre Schwächen, genau wie alte Autos und Motorräder. Mechanisch bewegte Bauteile sind zwangsläufig einem höheren Altersverschleiß unterworfen. Auch sind neue Elektronikbauteile aus heutiger Fertigung nicht unbedingt besser. Es gilt der alte Spruch: Was nicht defekt, man auch nicht tauscht (von wenigen Ausnahmen mal abgesehen).

Dann wären da noch die teuren „Plastikdosen“. Einige Hersteller, besonders aus dem europäischen Raum, waren schon stark „auf Plastik“ als ihre Geräte in den 70ern und 80ern Hochkonjunktur hatten. Leider hat Kunststoff im Alter die Eigenschaft auszutrockenen, Weichmacher machen das Plastik nicht mehr weich, sondern sich aus dem Staub und das Material damit brüchig. Und das hat Folgen. Am Gehäuse der betreffenden Hardware eventuell kein Problem. Im Gerät, als Zahnrad oder Schaltnocken schon. Da werden abgebrochene Plastiknasen und Hebel zum Horror, denn kleben ist keine Lösung. Es gab damals sehr innovative Bemühungen Metall durch Kunststoff zu ersetzen. Umgekehrt ist das heute bei diesen alten Geräten nicht mehr möglich.

Auch Ersatz wird man schwer bekommen…im günstigsten Fall aus einem anderen Oldie. Und das wird dann wahrscheinlich nicht lange halten. Geben Sie bei der Auswahl alter HiFi Komponenten auf jeden Fall Metall den Vorzug. Das Äußere sagt viel über den Inhalt und die Hersteller der Plastikware sind auch hinlänglich bekannt. Ist schon das Gehäuse vorwiegend aus Kunststoff, wird es drinnen nicht anders aussehen. Meistens bleibt nur die Tonne. In den japanischen Geräten aus dieser Zeit findet man solche Probleme nur äußerst selten.

Allein der Begriff „Vintage“ oder „selten“ sind keine Verkaufsargumente. Wie selten diese Sachen sind, kann man gut an der Anzahl der ins Netz gestellten Angebote sehen. Es ist und bleibt Massenware. Nur ein kleiner Teil von Sammlern und Freaks ist an solchen Geräten interessiert – und weiß was sie kosten sollten. Meistens sind es Techniker, die in ihrer aktiven Zeit mit diesen Schätzchen gearbeitet haben, oder Menschen die mit ihnen groß geworden sind. Die Suche im Netz nach den Preisen zu DM- Zeiten zeigt einem den wahren Wert. Eine Notbremse für Verkäufer scheint das Ausschlachten und der Verkauf von Einzelteilen zu sein. In der Hoffnung mehr an Gewinn herausholen zu können. Falsche Entscheidung…bestimmt !

Ich habe vor 15 Jahren begonnen meine Maschinen zu kaufen, noch zu angemessenen, fairen Preisen. Alles ist heute wesentlich teurer. Warum? Keine Ahnung. Besser geworden sind die Geräte in der Zeit nicht…nur älter. Viele Bekannte und Freunde aus der Szene schütteln nur verständnislos die Köpfe über Angebote, weit weg von Gut und Böse. Preise jenseits der mehrere tausend Euro Marke. Normal ist das nicht ! Wer dann trotzdem eine Tonbandspule für 90 Euro kauft, darf sich anschließend nicht über einen unangemessenen Preis beschweren.

Vor kurzem habe ich im Netz einige Preisvergleiche angestellt, mit Umrechnung DM/EURO. Das Ergebnis ist wie erwartet geradezu lächerlich. Bis auf wenige Ausnahmen hatten die Kandidaten, es handelte sich größtenteils um höherwertige Geräte aus den 80ern, die gleichen Preise wie im Laden (neu 1980). Da wurde wohl immer die unverbindliche DM- Preisempfehlung des Herstellers genommen und fix durch zwei geteilt (Umrechnung DM/EURO).

Da sind die 4500 DM von 1982 auf den Schnäppchenpreis von 2199,99 Euro im Jahre 2018 gefallen. Das ist mal wertbeständig. Fast 40 Jahre ohne Wertverlust. Herausgestellt wird auch gerne das „seltene“ des Kandidaten. Nicht silbern, nicht schwarz sondern goldfarben. „Seltene“ Sondereditionen von denen der Hersteller gar nichts weiß. Was für eine Wertanlage! Und die Originalverpackung gibt’s noch dazu!
Noch einen Zahn schärfer sind Angebote mit 1:1 Preisgestaltung. Geräte von 5000 DM aus 1986 kosten nun 5000 Euro, also das doppelte des Neupreises.
Das kann ich nur kommentarlos stehen lassen. Solchen Händlern vertraut man doch ! Die alte Weisheit: „Jeden Morgen steht ein Dummer auf“ wird wohl am Preis scheitern.

Und bei der „Riesennachfrage“ nach den überteuerten Oldies ist der totale Ausverkauf dieses Segments schon absehbar !

Ein Schuft, der Böses dabei denkt ?

Aufgefallen sind mir Auktionen mit extrem vielen Geboten. Bieter, die anscheinend einen Artikel und nur diesen besitzen möchten. 50 oder mehr Gebote in 2 Tagen, bei einer Ware die häufig angeboten und auch zum Sofortkauf wesentlich billiger zu haben ist. Schaut man sich die Gebote an, sind das nur 2 oder 3 Kandidaten mit automatischen Geboten, die den Preis innerhalb kürzester Zeit in die Höhe treiben. Ich sah Geräte (Marktpreis um die 80 Euro), die bis auf 450 Euro hoch geboten waren obwohl die Auktion noch 4 Tage lief. Interessant dürfte dann das Ende der Transaktion werden. Angebote eines identischen Artikels wenige Zeilen tiefer, standen nach einigen Tagen immer noch mit 7 Geboten und wesentlich niedriger da. Komisch !

Schwer nachzuvollziehen oder zu beweisen ob da immer alles mit rechten Dingen zugeht. Merkwürdig sind diese Auktionen aber auf jeden Fall und sollten von den Betreibern der Seiten genauer beobachtet werden. Das das noch keiner gemerkt haben will….??  Bei meinen Ausflügen in die Welt der Internetauktionen ist mir dieses „hochbieten“ öfter aufgefallen.
Interessieren würden mich auch die Sofortverkäufe von super teurem Zubehör und Geräten mit auffällig vielen Beobachtern, die auch nach 2 Jahren im Netz immer noch beobachten. Was wird da beobachtet ? Vielleicht ob jemand das angebotene Teil tatsächlich zur dem völlig abgefahrenen Preis kauft ?

Ich habe es bis heute noch nicht so richtig verstanden, warum man auf etwas bietet das erst in 6 Tagen über den Tisch gehen soll. Letzt endlich treibt man sich den Preis selbst in die Höhe. Meine Ersteigerungen fanden 2 Sekunden vor Ende der Auktion statt mit nur einem Gebot. Dieses steht dabei unwiderruflich fest und auch nur dieser Betrag wird geboten. Ist dieser maximale Preis schon vorher erreicht war es das für mich. Ohne feste Regeln kann einem so eine Auktion sonst richtig teuer werden. Es gibt Software, die einem das „nervenaufreibende“ warten und bieten abnimmt. Klappt es mal nicht…..Geduld ! Es gibt immer wieder Gelegenheiten !

Eines sollte man nie vergessen. Die bei Ebay (oder anderen Internetanzeigen) angegebenen Preise sind nicht die Marktpreise. Es sind die Beträge, die der Verkäufer für seine Ware erzielen möchte.

Nicht jeder, der ein altes Gerät kauft kann es selbst reparieren. Und das ist in den meisten Fällen nötig. Wie neu oder kaum gebraucht ist auch nach den vielen Jahren (Jahrzehnten) keine korrekte Bezeichnung. Die Zeit „braucht“. Und das bringt die Probleme. Herum stehen macht auch alt, verharztes Öl, festsitzende Magnete oder Mechanik, elektrische Mängel an Schaltern und Potis. Nichts ist wie neu wenn es alt ist. Auch wenn es noch original verpackt war. Und darum ist der wie neu Preis auch nicht gerechtfertigt. Es gibt kein „besser als neu“. Neu heißt: zeitnah hergestellt.

Klassische Radio & Fernsehtechniker die sich mit diesen Geräten auskennen werden auch immer weniger. Es gehört viel Know How und Erfahrung dazu, solch alte Schätzchen erfolgreich zu reparieren. Viel Analogerfahrung ist da gefragt.

Unter diesem Aspekt sind Angebotstexte wie „Gerät wurde frisch gewartet, wie neu, noch original verpackt“ mit Vorsicht zu genießen.

Und seien wir ehrlich. Wer sich eine Tonbandmaschine kaufen möchte aber nicht selber reparieren kann, weil er die Kenntnisse und Möglichkeiten nicht hat, tut gut daran solch ein Gerät immer beim Verkäufer abzuholen und natürlich auch zu testen. Verbindliche Kaufverträge über eine Auktion oder einen Sofortkauf abzuschließen, ohne das Objekt vorher gesehen und getestet zu haben ist leichtsinnig und kann zu einer großen Enttäuschung werden.

Die Überlegung Internetauktionen durch prozentual an den Verkaufspreis gebundene Einstellgebühren etwas übersichtlicher zu gestalten und völlig überteuerte Schrottangebote einzudämmen, stößt bei den Betreibern augenscheinlich auf Ablehnung.
Nur so ein Gedankenspiel.

Aber wie so oft sehen die Betreiber nur ihren eigenen Verdienst und nicht unbedingt den Schutz der Käufer.

Ein Flohmarkt läuft aus dem Ruder….und aus den Flöhen werden Elefanten !


Mein Tip:

Auf Recycling Börsen findet sich oft gute Ware zu angemessenen Preisen.
Geht nur nicht am Rechner…man muss „vor Ort“ !

Eine gute Regel: 10-15% des damaligen Neupreises.
Das ist fair und realistisch.



Neue Bremsbeläge für ReVox A77

Vor kurzem erstand ich bei Ebay ein A77 Chassis der MK IV Serie, relativ guter Zustand aber elektrisch defekt.
Nach der Reparatur stellten sich die Bremsen als höchst verschlissen heraus. Zwar bremse ich immer mit den Spulmotoren und löse erst kurz vor Stillstand die Bremsen aus, was aber in diesem Fall absolut unbefriedigend war. Auch das Einstellen der Bremsanlage war nicht möglich, die Beläge auf den Bremstellern waren einfach zu verschlissen.

Wenn ich das richtig sehe beschichtetes Papier, lässt sich leicht ablösen.

Schwarzes Gewebeband als Ersatz. Die Bremsrollen mussten nur leicht mit Alkohol gereinigt werden. Die Klebekraft des Gewebebandes reicht völlig aus.

Ein scharfes Cuttermesser und es passt.

Ich suchte mir eine ReVox Vertretung in meiner Nähe und musste erfahren, dass es die Bremsbeläge nur komplett mit den Bremstellern für 60 Euro (Stück) gibt. also lockere 120 Euro für 2 Teller. Das fand ich denn doch eindeutig zu teuer !
Stellt sich die Frage nach dem …wie jetzt weiter. Als Vergleich habe ich mir die Bremsen meiner TEAC angesehen. Versuchen wir es mit selbstklebenden Gewebeband. Den Untergrund habe ich nur leicht gereinigt, die Klebekraft des Bandes reicht locker aus.Einzige Werkzeuge für diese Aktion: Ein Cuttermesser (scharf) und Pinzette.

Da mir noch 2 ebenfalls verschlissene Ersatzteller zur Verfügung standen entschloss ich mich zu einem Experiment. Alte Beläge runter und nach Alternativen suchen. 2 Lagen Gewebeband erhöhen den Andruck und verkürzen den Bremsweg dramatisch. Die dreilagige Variante werde ich in Kürze einmal an meiner Bastelmaschine ausprobieren. Wichtig ist nur, dass die Bremsbänder im Spiel- und Spulbetrieb komplett von der Bremstrommel gelöst sind und nicht scheuern. Nach dem Einbau und vor dem Anlegen der Bremsbänder sollte man die Oberfläche noch mit Alkohol (keine Lösungsmittel) reinigen und dann nicht mehr mit den Fingern berühren. Bei den Bremsbändern verwendet man am besten Aceton.
Wie lange diese Beläge nun ihren Dienst störungsfrei versehen wird die Zeit zeigen. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass die Lebensdauer um ein vielfaches über den original Belägen liegen wird. Mir sind jedenfalls 60 Euro pro Teller und Bremse zu teuer. Wäre noch zu erwähnen, dass sich die Bremsen sehr gut einstellen ließen. Auch die Bremswirkung ist hervorragend…und so leise!

Und nach 4 Jahren: Die Bremsen der A77 funktionieren immer noch fehlerfrei !

Noch ein häufig auftretendes Problem ist der fehlende Dummy (Fernbedienungsstecker) an der A77. Effekt: Keine Tastenfunktion hält. Stellt sich die Frage der Abhilfe. Wer später noch eine Fernbedienung an der Maschine verwenden will braucht ihn. Aber bitte….nicht für 18 Euro. Das ist nicht nur eine Frechheit sondern auch unnötig. Entweder wartet man auf eine günstige Gelegenheit – oder man brückt den Roten und Braunen Draht an der Buchse. Mit einer kleinen Drahtbrücke (Pin 1+2 ). Aber nur im ausgeschalteten Zustand.

Eine weitere Alternative ist der Einbau eines Schalters. Dann ist auch der nachträgliche Anschluss einer Fernbedienung kein Problem. Fakt ist: Der Dummy sorgt für grosse Unsicherheit.



Alte Elkos = Schlechte Elkos ?

Ich halte nichts vom vorzeitigen Elkotausch bei intakten Geräten. Ob nun gut erreichbar wie bei ReVox oder Fummelkram bei AKAI. Bei allen meinen Geräten überprüfe ich die Messwerte im Netzteil- und Audiobereich, bevor sie in meine Sammlung kommen. Ausser 2 defekten Netzteil Elkos bei einer ReVox A77 sind mir noch keine größeren Probleme untergekommen. Die Messwerte aller meiner Maschinen waren durchweg im guten Bereich. Da waren es eher die Trimmer die ausgetauscht werden mussten. Gerade habe ich meine GX 280 zerlegt, da eine Reparatur nicht mehr möglich war .

Im Zuge dessen wurden mal nur so aus Spaß einige Elkos aus dem Netzteil und Audiobereich gemessen. Die Ergebnisse haben mich nicht wirklich überrascht…na doch….extrem positiv. Einen habe ich mal fotografiert. Er stellt keine Ausnahme dar. Alle Elkos hatten durchweg hervorragende Werte. Ob da die „Neuen“ besser gewesen wären glaube ich nicht. Zu mal Elkos der neuen Generation wohl mehr auch auf heutige Schaltungen zugeschnitten sind. (Schaltnetzteile etc.) Ob diese 40 Jahre halten ??

Mess nach! Er ist besser als du denkst. Ein Elko aus einer AKAI GX 280. Baujahr in den 1970ern.

Ich möchte ja nicht frotzeln. Aber vielleicht bringen Sie ja in einigen Jahren Ihre Maschine wieder zu einer der wenigen verbliebenen Werkstätten die sich mit „so was“ auskennen, um die (vor ein paar Jahren ausgewechselten ) Elkos erneut austauschen zu lassen. Unnötige Reparaturen unter den Vorwand der Restauration! Es ist sicherlich bei alten Röhrengeräten sinnvoll Kondensatoren und Elkos zu tauschen. Bei „aktuelleren“ Oldies sehe ich da keinen Grund, wenn kein Problem vorliegt. Die Messwerte und der Klang sind immer noch besser als viele „Keksdosen“ mit denen heute Musik gehört wird. Und der Begriff „High End“ ist mittlerweile auch schon ziemlich weit unten angekommen.



Vor 10 Jahren noch top in Schuss !

In beiden Boxen das gleiche Bild. Zerbröselte Schaumstoffsicken.

Sicken defekt – was nun ?

Es wird früher oder später passieren. Nach 15- oder 20 Jahren werden auch Lautsprecher mürbe. Besonders Sicken aus Schaumstoff sind da sehr anfällig. Mit Gummi könnte es noch einige Jahre länger gehen. Wie auch immer. Man steht vor der Frage: Reparieren oder neu kaufen ? Wenn Sicken repariert werden sollen, dann immer für beide Boxen und alle Lautsprecher. Nachteil: Rechnen Sie mit 35-55 Euro pro Lautsprecher, wenn Sie das Abenteuer nicht selber versuchen wollen. Da kommen dann schnell mal einige hundert Euro zusammen und man könnte über eine Neuanschaffung nachdenken. So auch bei mir. Die günstigste Reparatur für meine Infinitys lag über 200 Euro. Also gab es neue Boxen.
Da ich keine tausende Euro über hatte, habe ich mich im Netz umgesehen. Hängen geblieben bin ich bei der TEUFEL ULTIMA 40 MK II. Die guten Testergebnisse und Userbewertungen haben mich in meinem Entschluss bestärkt es einmal zu versuchen. Normalerweise bin ich bei Bewertungen aus dem Netz skeptisch.
In diesem Fall jedoch habe ich meine Entscheidung nicht bereut.

Die vollmundigen Hörtests und Klangeindrücke aus dem Netz können wohl kaum den individuellen Hörtest ersetzen. Lautsprecherboxen, so habe ich das gelernt, kauft man zu Hause. (Mit Hörprobe) Letztendlich entscheidet der persönliche Geschmack. Für mich eine gute Wahl, die Teufel Ultima 40 MK II.

Technische Daten:
Impedanz: 4-8 Ohm
Geh. Volumen: 52 Liter
B:215mm
H:1060 mm
T: 344 mm
Gewicht: 21,9 Kg
Preis: € ~ 500,- Paar

Dauerbelastung: 120 Watt
Impulsbelastbarkeit: 200 Watt
Mindestverstärkerleistung empfohlen: 20 Watt
Max. Schalldruck 108 dB/1m
Frequenzbereich: 45 – 20000 Hz

Akustisches Prinzip: Dreiweg
Gehäuseaufbau: Bassreflex
Gehäusematerial: MDF
Die Front-Abdeckung ist abnehmbar.
Die Boxen sind für die Montage von Spikes (6 mm Gewinde) vorbereitet.
Anschlussklemmen/ Schraubklemmen sind vergoldet und Bananenstecker geeignet. Bi-Amping/Bi-Wiring wird ebenfalls unterstützt.
Maximaler Kabeldurchmesser 4,00 mm

Weitere technische Details finden Sie auf der Seite des Herstellers.



Darf es ein wenig Vinyl sein ?

Und…..gehören Sie auch zu denen, die ihre Plattensammlung erst in den Keller und dann auf den Müll oder zum Flohmarkt gebracht haben ??
Tja Pech!! Ich für meinen Teil hatte auch schon alles „runter“ gebracht. Nach dem Umzug ins neue Heim kamen die LP’s dann wieder dahin wo sie hingehören, in den Schrank und werden auch wieder regelmäßig gehört. Stellt sich die Frage der Pflege, weil es viele Sachen zum Pflegen heute nicht mehr gibt.
Da wäre z.b. der Parostatik Disc Preener . Zu Hochzeiten der LP das Maß der Dinge. Holt Staub zuverlässig aus den Rillen. Die Rolle beinhaltet einen Schaumstofftank der mit Wasser getränkt wird. Durch die Verdunstung bleibt die Rolle immer feucht und nimmt den Staub so gut auf. Kalkrückstände des Wassers bleiben im Schaumstoff. Bei ganz hartnäckigen Platten benetze ich die Oberfläche mit einer Mischung aus Alkohol und destilliertem Wasser. Ich mußte lange suchen bis ich ihn im Internet wieder entdeckte.

Einmal voll tanken bitte. Der Schaumstofftank im Disc Preener.

Kommt in einer Kunststoffhülle die das schnelle Verdunsten des Wassers verhindert.

Die Reinigung mit einem antistatischen Tuch (die berühmten roten) kann ich nicht empfehlen. Man reibt den Staub nur noch tiefer in die Rillen. Das man die Spielfläche der Schallplatte nicht mit den Fingern berühren sollte dürfte klar sein. Muss es doch sein, helfen leichte Stoff- Arbeitshandschuhe.
Nach dem ich bei einem Freund die Wirkung einer Plattenwaschmaschine hören konnte, wird das wohl meine nächste Anschaffung. Für ca. 40 Euro ist so ein Teil im Netz zu haben. Da die Reinigungsmischung in diesen Geräten schon mit 9 Euro zu Buche schlägt war Eigeninitiative gefragt. Inzwischen kennen wir die Zusammensetzung .

Bleibt noch die Frage nach Lenco Clean. Der berühmte Naß-Mitläufer der ein knack freies Abspielen der Platten ermöglicht. Ich hatte mir den Nachfolger dieses Nass reinigers gekauft und war anfangs begeistert. Als sich nach einigen LP’s der Filz zusetzte und der Filztausch immer öfter an stand, habe ich das Nass abspielen erst einmal wieder eingestellt. Die Abspielflüssigkeit entspricht übrigens der Reinigungsflüssigkeit der Plattenwaschmaschine und hinterläßt keine Rückstände auf den Platten.
Plattenwäsche. Alles sauber ?

Endlich konnte ich mich durchringen eine Plattenreinigungsmaschine zu kaufen. Natürlich ist das keine Maschine. Ich rede von der Knosti. Eigentlich eine Platikwanne mit eingesetzten Ziegenhaaren. Vorab habe ich im Internet recherchiert, gelesen was „Vinyl Experten“ dazu sagen. Da stand dann auf vielen Seiten etwas von „besser selber machen, alten Plattenspieler mit Vakuum Pumpe selber bauen“ etc etc.

Gestatten: Knosti ! Plastikwanne, Ziegenhaare, Fluid. Natürlich kann man auch eine 500 € Plattenwaschmaschine mit Vakuum Absaugung benutzen. Hier besorgt das die Schwerkraft. Der Dreck sammelt sich am Wannenboden. Funktioniert einwandfrei.

Schon 1979 im Test mit „Sehr Gut“ bewertet. Nach kurzer Zeit sind die LP’s wieder trocken. Positiv: Auch statische Aufladung hat (vorerst) ein Ende. 12 Platten passen in den Trockner.

Tja Jungens, ich frage mich ob ihr dieses Teilchen einmal selber probiert habt. Wahrscheinlich nicht. Plastik passt wohl nicht in den High End Himmel. Etwas über 30 Euro habe ich dafür bezahlt. Und das Geld habe ich schon wieder raus. In meinem Freundeskreis ist bekannt, dass ich alte Schätzchen sammle. So komme ich ab und zu in den Besitz nicht ganz so gepflegter Schallplatten. 20 Stück standen bei mir im „Wareneingang“, vorgemerkt zur Reinigung. Echte Schätze dabei. Nach einigen Hörproben vor der Wäsche war klar…hier kannst du nichts mehr falsch machen. Also frisch an’s Werk. Ich komme überzeugt aus der „Waschküche“ wieder. Nach dem Trocknen der ersten LP ging es sofort an den Plattenspieler. Was ich dort gehört habe hat mich überzeugt. Kein Vergleich zur ungewaschenen Version. Natürlich kann man aus Sch….ße kein Gold machen, aber eine Reinigung kann man versuchen. Und wenn die Scheiben nicht gerade auf einer Plattenfräse gelaufen sind, hat man gute Chancen wieder anständig Musik zu hören. Mein Fazit: Mich hat die Knosti überzeugt. Und den stolzen Preis für das Fluid kann man umgehen. Selber mixen !



Schon montiert, der aus einem Alublock gefräste Ersatz. Danke Sven!!

Kleiner Riss, großer Verlust.

Liftbank defekt.
Mein Plattenspieler mit Problemen.

Noch ein kurzes Beispiel dafür, was man mit modernen Maschinen und guten Freunden alles erreichen kann. Im Bild der defekte (weil gebrochene) Lifter meines Kenwood Plattenspielers. Ein Kunststoffteil, das wohl so als Ersatzteil nicht mehr zu bekommen ist.

Neuzugang. Ein Thorens TD 280 MK IV.

Ich möchte mich keinesfalls bei Thorens Fans unbeliebt machen, aber so dolle sieht das da drinnen ja auch nicht aus. In einem Testbericht laß ich von der hervorragenden Qualität und Hochwertigkeit der verwendeten Materialien. Nach entfernen des doch relativ dünnen Holz (Papp) Bodens kam die ungeschminkte Wahrheit ans Licht.  Standard Innenleben, wie bei anderen Playern auch. Nicht überragend. Ein paar Kabelbinder hätten wohl auch nicht geschadet. Gebaut am 13 September 1993.

Geschenkt bekommen. Er wurde wenig genutzt, trotzdem war der Motor defekt und der Riemen ziemlich mau.

Dünnes Holz und wenig Technik, Sehr übersichtlich. Ich habe so den Eindruck, das der Motor für das Gewicht des Plattentellers zu schwachbrüstig ist.

Nach Austausch des Motors (über 150 €) und Justage der optischen Endabschaltung wieder im Einsatz. Ein neues System ist wohl auch mal nötig. Der Thorens klingt absolut sauber . Ich habe allerdings den Eindruck, dass der verwendete Motor für den Teller etwas schwachbrüstig ist. Eine Anlaufhilfe per Hand schont den Riemen.